Und genau an diesem Punkt tauchen oft mehr Fragen auf als vorher: Brauchst du zuerst ein Freebie? Eine Warteliste? Ein Webinar? Musst du noch eine neue Landingpage bauen, täglich posten oder erst einmal deine E-Mail-Liste vergrößern?

Die ehrliche Antwort ist: Das lässt sich nicht mit einer Copy-Paste-Strategie beantworten. Entscheidend ist, was du verkaufst, wer es kaufen soll, was in deinem Business bereits da ist und wie deine Kundinnen bisher zu dir gefunden haben.

Bevor du also den nächsten Funnel baust oder noch schnell ein Webinar planst, lohnt sich ein Schritt zurück. Denn dein Online-Kurs braucht nicht alles, was technisch möglich ist. Er braucht einen Verkaufsweg, den deine Kundinnen verstehen und den du umsetzen kannst.

Ein fertiger Online-Kurs ist noch kein Verkaufsplan

Viele Coaches investieren zuerst monatelang in die Erstellung ihres Kurses. Das ist verständlich: Module planen, Videos aufnehmen und Arbeitsblätter erstellen fühlt sich konkret an. Irgendwann ist der Kurs fertig – und erst dann stellt sich die Frage, wie er eigentlich verkauft werden soll.

Ein Launch beginnt aber nicht erst an dem Tag, an dem du den Warenkorb öffnest. Vorher müssen einige Dinge zusammenpassen: dein Angebot, der Verkaufsweg, dein Funnel, deine Kommunikation und ein Fahrplan für die Umsetzung.

Wenn an einer dieser Stellen noch Fragezeichen stehen, hilft es meistens nicht, wahllos weitere Maßnahmen dazuzunehmen. Ein neues Freebie löst kein unklares Angebot. Mehr Content ersetzt keinen Verkaufsweg. Und ein Webinar verkauft nicht automatisch, nur weil es bei jemand anderem gut funktioniert hat.

1Kläre zuerst, was du genau verkaufen möchtest

Bevor du deinen Launch planst, muss klar sein, was deine Kundinnen am Ende kaufen. Dabei geht es nicht nur um den Namen oder den Preis deines Online-Kurses.

Wichtig ist, dass du beschreiben kannst, für wen der Kurs gedacht ist, welches konkrete Problem er löst und was sich für die Teilnehmerinnen durch die Zusammenarbeit verändert. Ebenso wichtig ist die Frage, ob der Kurs allein verkauft wird oder ob Begleitung, Live-Termine, Feedback oder eine Community dazugehören.

Diese Entscheidungen wirken sich auf fast alles Weitere aus: auf deine Verkaufsseite, deine E-Mails, den passenden Launch-Weg und darauf, wie viel Erklärung deine Zielgruppe vor dem Kauf braucht.

2Entscheide, wie du deinen Online-Kurs verkaufen willst

Nicht jeder Online-Kurs braucht denselben Launch. Für manche Angebote passt ein Live-Workshop, weil die potenziellen Kundinnen das Problem erst genauer verstehen müssen. Bei einem anderen Kurs kann eine Warteliste sinnvoll sein. Manchmal reicht ein direkter Verkaufszeitraum mit guten E-Mails und klarer Kommunikation.

Auch ein Evergreen-Funnel kann passen. Er ist aber nicht automatisch die einfachere Lösung. Denn auch dafür brauchst du einen nachvollziehbaren Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf – und Inhalte, Seiten und E-Mails, die diesen Weg tragen.

Die richtige Frage lautet deshalb nicht: „Was macht man gerade?“ Sondern: „Welcher Verkaufsweg passt zu diesem Angebot, zu meinen Kundinnen und zu dem, was in meinem Business bereits funktioniert?“

3Schau dir an, was schon da ist

Du musst nicht automatisch alles neu bauen, nur weil du jetzt launchst. Vielleicht hast du bereits ein Freebie, eine Warteliste, einen Workshop, gute E-Mails oder Content, auf den deine Zielgruppe stark reagiert hat.

Schau deshalb zuerst darauf, wie deine bisherigen Kundinnen zu dir gefunden haben. Welche Themen haben Gespräche ausgelöst? Welche Inhalte wurden gespeichert oder beantwortet? Welche Angebote wurden bereits gekauft? Und an welcher Stelle sind Interessentinnen bisher ausgestiegen?

So wird sichtbar, was du weiterverwenden kannst, was verbessert werden sollte und was für den nächsten Launch tatsächlich fehlt. Das spart nicht nur Arbeit. Es verhindert auch, dass du bestehende Stärken übersiehst, weil dir irgendwo erklärt wurde, dass du für einen „richtigen“ Launch noch fünf weitere Dinge brauchst.

Wenn dir bei dieser Bestandsaufnahme der Überblick fehlt, müssen wir daraus nicht gleich ein riesiges Strategieprojekt machen. Im Strategie Deep-Dive schauen wir uns genau den Punkt an, an dem du festhängst, und sortieren deine nächsten sinnvollen Schritte.

4Plane den Launch als zusammenhängendes Projekt

Wenn Angebot und Verkaufsweg klar sind, kannst du den Launch rückwärts planen. Ausgangspunkt ist der Verkaufszeitraum. Von dort aus legst du fest, wann die Vorbereitung beginnt, welche Seiten und E-Mails gebraucht werden und wie du deine Zielgruppe auf das Angebot hinführst.

Dabei hilft es, den Launch in überschaubare Phasen zu teilen: Vorbereitung, Hinführung, Verkauf und Nachbereitung. Innerhalb dieser Phasen werden die Aufgaben, Entscheidungen und Abhängigkeiten sichtbar.

So weißt du zum Beispiel, wann die Landingpage stehen muss, bevor du Anmeldungen sammelst. Du siehst, welche E-Mail vor welcher anderen gebraucht wird und welche Inhalte du frühzeitig vorbereiten kannst. Aus „Ich müsste langsam mal etwas für den Launch machen“ wird ein konkreter Fahrplan.

Ein solcher Fahrplan ist auch die Grundlage für mein Launch Management. Dabei plane und koordiniere ich den Launch und übernehme die vereinbarten Teile der Umsetzung, damit nicht wieder jeder einzelne Schritt an dir hängen bleibt.

5Wenn dein letzter Launch kaum verkauft hat

Vielleicht hast du deinen Online-Kurs schon einmal gelauncht und kaum jemand hat gekauft. Dann musst du beim nächsten Mal nicht automatisch alles größer machen.

Schau zuerst in die Tiefe: Haben sich genügend passende Menschen angemeldet? Waren sie beim Workshop oder Webinar tatsächlich dabei? Haben sie deine Verkaufsseite besucht? Wurden deine E-Mails geöffnet und geklickt? Gab es Fragen, Einwände oder Gespräche?

Erst wenn du weißt, an welcher Stelle Menschen ausgestiegen sind, kannst du sinnvoll entscheiden, was du veränderst. Sonst baust du womöglich die komplette Strategie neu, obwohl nur ein Teil nicht gepasst hat. Oder du optimierst deine Verkaufsseite, obwohl davor kaum die richtigen Menschen angekommen sind.

Wenn du diese Analyse und deinen nächsten Launch selbst umsetzen möchtest, aber nicht wieder alles allein im Kopf hin- und herschieben willst, können wir im 1:1 Sparring regelmäßig gemeinsam auf den aktuellen Stand schauen, Entscheidungen prüfen und die nächsten Schritte festlegen.

Aus einem Launch darf ein wiederholbares System werden

Ein Launch ist nicht nur eine einmalige Verkaufsaktion. Wenn du ihn sauber planst, entsteht eine Basis, die du beim nächsten Mal wiederverwenden kannst.

Natürlich wirst du einzelne Inhalte, E-Mails oder Abläufe anpassen. Aber du musst nicht jedes Mal wieder bei null anfangen. Dein Fahrplan, deine Seiten, dein Verkaufsweg und viele technische Abläufe bleiben bestehen. Nach jedem Launch ergänzt du, was du gelernt hast, und verbesserst gezielt die Stellen, die noch nicht funktioniert haben.

So entsteht Schritt für Schritt ein planbares und wiederholbares System für deinen Online-Kurs – eines, das zu deinem Angebot, deinen Kundinnen und deiner Arbeitsweise passt.

Du hast entschieden: Jetzt wird (wieder) gelauncht.

Erzähl mir, was du vorhast und wo du gerade stehst. Dann schauen wir gemeinsam, welche Form der Zusammenarbeit zu deinem Launch passt.

Lass uns über deinen Launch sprechen →

Häufige Fragen zum Verkauf eines Online-Kurses

Wie kann ich meinen Online-Kurs verkaufen?

Du brauchst ein klares Angebot, einen passenden Verkaufsweg und einen Plan für die Kommunikation und Umsetzung. Ob du über einen Live-Launch, einen Workshop, eine Warteliste oder einen Evergreen-Funnel verkaufst, hängt von deinem Angebot, deiner Zielgruppe und deinen vorhandenen Ressourcen ab.

Brauche ich für meinen Online-Kurs einen Funnel?

Du brauchst einen nachvollziehbaren Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf. Dieser Weg kann technisch sehr einfach oder umfangreicher aufgebaut sein. Nicht jeder Online-Kurs benötigt sofort einen komplizierten automatisierten Funnel.

Brauche ich ein Webinar oder Freebie?

Nicht automatisch. Beides kann sinnvoll sein, wenn es eine konkrete Aufgabe im Verkaufsweg übernimmt. Wenn du nur ein Webinar oder Freebie erstellst, weil es bei anderen dazugehört, entsteht dadurch noch keine passende Launch-Strategie.

Was mache ich, wenn mein erster Launch kaum verkauft hat?

Analysiere zuerst, an welcher Stelle potenzielle Kundinnen ausgestiegen sind. Reichweite, Anmeldungen, Teilnahme, Seitenbesuche, E-Mail-Klicks, Gespräche und Verkäufe zeigen unterschiedliche Probleme. Erst danach lässt sich entscheiden, was beim nächsten Launch verändert werden sollte.

Kann ich einen Launch später wiederholen?

Ja. Ein gut aufgebauter Launch liefert dir Seiten, Abläufe, E-Mails und einen Fahrplan, die du weiterverwenden und nach jedem Durchlauf verbessern kannst. Genau daraus entsteht ein wiederholbares System.

Birgit Süssenbacher, Launch Managerin und Sparringspartnerin

Hi, ich bin Birgit.

Ich plane mit Coaches Launches und Funnels und begleite sie bei der Umsetzung – damit aus einem guten Angebot ein Verkaufsweg wird, der zum Business und zu den Kundinnen passt.